52 Länder, 809 Städte, 3953 Adressen, 1260 Firmen, 2655 Briefabsender und -empfänger, 21783 Katalognummern: Arnold Schönbergs Korrespondenz zwischen 1891 und 1951 birgt eine Fülle von Hintergrundinformationen zu Werk und Biographie, seinen Lebenswelten in Europa und den USA.

Arnold Schönberg besaß über 400 Schallplatten mit eigenen Kompositionen, fremden Werken sowie vereinzelten Sprachaufnahmen. Professionelle Produktionen stehen neben dokumentarischen Mitschnitten, die ein vielschichtiges Bild von Reproduktionsästhetik wie Aufnahmetechnik in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zeichnen und Leben und Werk eines über Länder und Kontinente hinaus wirkenden Komponisten dokumentieren.

Das sogenannte »Mattsee-Ereignis« vom Frühsommer 1921 gilt gemeinhin als zentrale antisemitische Erfahrung Arnold Schönbergs und wurde in der Forschung als Initiale für dessen Fokussierung bzw. Rückbesinnung auf seine jüdische Identität gedeutet.

Anlässlich von Arnold Schönbergs 70. Todestag sind seine im Nachlass überlieferten Testamente aus den Jahren 1915–1950 nunmehr digitalisiert und transkribiert über unser Bildarchiv zugänglich. Die mehrheitlich ohne juristischen Beistand formulierten Testamente beleuchten neben zu erwartenden erbrechtlichen Aspekten auch Künstlerisches.

Anlässlich unser Online-Ausstellung »100 Jahre Mattsee-Ereignis. Arnold Schönberg und der Sommerfrischen-Antisemitismus im Salzkammergut« haben wir die zugehörigen Zeitungsausschnitte in die Bibliotheksdatenbank integriert.

Anlässlich der 100. Wiederkehr von Arnold Schönbergs Geburtstag (* 13. September 1874) wurde der Komponist in Wien mit einer Reihe von Aktivitäten gefeiert. Im Auftrag der Stadt Wien gestaltete der österreichische Künstler Fritz Wotruba ein Grabmal für Schönberg am Zentralfriedhof.

Die Pandemie hat unser Kulturerleben nachhaltig verändert. Online-Veranstaltungen wurden zu einer verlässlichen, weithin akzeptierten Alternative für die Konzerthäuser. Die digitalen Angebote können aber weder Publikum noch Interpret:innen das Live-Erlebnis ersetzen.

»Es ist für mich als ob die Sonne ausgegangen wäre.« Mit diesen Worten schließt ein Kondolenzschreiben von René Leibowitz an die Witwe des am 13. Juli 1951 verstorbenen Komponisten Arnold Schönberg. Unter den Telegrammen und Briefen, die Gertrud Schönberg als Ausdruck des Trostes und der Ehrerbietung erhielt, stellen wir zum 70. Gedenktag einige ausgewählte Dokumente vor.

Das bildnerische Œuvre Arnold Schönbergs umfasst ca. 350 Werknummern. Eine Mehrzahl der Gemälde, Zeichnungen und Designs entstand in den Jahren 1906 bis 1911 in Wien: Selbstportraits, Portraits, Eindrücke und Fantasien, Karikaturen, Naturstücke sowie Studien und Figurinen zu Bühnenwerken.